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Projektkoordination…was ist das eigentlich? Und braucht man so etwas überhaupt? Sie kennen sie sicher, diese Statusmeetings, in denen der Projektmanager herausfinden möchte wer wie weit mit seiner Arbeit ist, wer gerade was macht und was als Nächstes kommt. Meistens langatmige Meetings mit einem großen Teilnehmerkreis. Da stellt sich schnell die Frage, ob diese Meetings der Produktivität schaden oder sie fördern.

Ich hätte Kindergärtner werden sollen

Man geht davon aus, dass Projektmitarbeiter fähig sind, sich selbst zu koordinieren und sicherstellen, dass das Projekt vorangeht und jeder das Richtige macht. Prinzipiell stimmt das, doch Projekte werden komplexer und für den Einzelnen immer weniger überschaubar. Komplexe Projekte benötigen in der Regel auch mehr Mitarbeiter, womit die eigene Koordination noch schwieriger wird. Dazu kommt dann oft noch die Linientätigkeit, die in Konflikt mit den Projekttätigkeiten gerät. Deshalb ist es notwendig, dass Projektkoordination gemacht wird – und das effektiv und effizient.

Dabei muss Eines klar sein: als Projektmanager kann und möchte ich nicht jedem im Projekt nachlaufen müssen um sicherzustellen, dass er oder sie das Richtige zum richtigen Zeitpunkt macht. Würde ich das machen wollen, hätte ich Kindergärtner werden sollen. Das wäre dann sicher lustiger gewesen.

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„Wettbewerbsvorteile durch effiziente Tourenplanung“. Bei der Tagung des VOEB (Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe), in Guntramsdorf NÖ, wurden unter anderem die folgenden Themen heiß diskutiert. Unser Kollege Alexander Ries-Schweitzer war vor Ort und hat mitdiskutiert.

6. Tourenplanung und -optimierung

Neben dem Container Management wurden am meisten die Tourenplanung und die Tourenoptimierung diskutiert. Hier gibt es zwei Ansätze bzw. Tools die vorgestellt wurden:

Fleetroute

Fleetroute ist ein umfassendes Tool zur komplexen Berechnung von Touren, wo Unmengen an Parametern berücksichtigt werden (z. B. Höhenmeter, hauptsächlich Rechtsabbiegen, variable Fahrzeugkapazitäten, tausende Einsatzorte und Zeiten, usw.). Dieses Tool ist nicht billig, aber höchst effizient. Es kann entweder einmal jährlich als Projekt beauftragt werden oder die Software wird gekauft und die Touren können dann alle paar Monate/Wochen/Tage selbstständig berechnet werden.

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„Wettbewerbsvorteile durch effiziente Tourenplanung“. Bei der Tagung des VOEB (Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe), in Guntramsdorf NÖ, wurden unter anderem die folgenden Themen heiß diskutiert. Unser Kollege Alexander Ries-Schweitzer war vor Ort und hat mitdiskutiert.

1. Industrie 4.0 oder Internet of Things (IoT)

In aller Munde ist natürlich das Thema Industrie 4.0. In Bezug auf die Entsorgungslogistik kann eine der Auswirkungen eine Individualisierung der Abholzyklen bei Müllcontainern sein. Dabei werden die Kunden bzw. die Gefäße proaktiv in die Abholung eingebunden, sodass keine halb leeren Container abgeholt werden müssen. Das bedeutet, es erfolgt eine Füllstandsmessung, die z. B. bei 70% Füllstand des Containers, automatisch eine Meldung an das ERP-System bei der Müllabfuhr erzeugt. Dadurch werden dann, ebenfalls automatisch, ein Auftrag und eine Abholung ausgelöst. Dieses System hat jedoch seine Vor- bzw. Nachteile (siehe Starre Tourenführung vs. dynamische Tourenführung im Teil 2).

Ein weiterer Anwendungsfall von IoT wäre der Bereich Predictive Maintenance für Fahrzeuge und Container. In einer Verbindung und Auswertung der Daten aus den LKW’s und den Informationen von den Containern, kann die Wartung der Fahrzeuge/der Container sinnvoll geplant werden.

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einwilligungerklaerung-dsgvo-fwi

Um Daten von Personen verarbeiten zu dürfen, muss die sogenannte „Rechtmäßigkeit der Verarbeitung“ vorliegen. Eine Möglichkeit zur Erlangung der Rechtmäßigkeit ist das Einholen einer entsprechenden Einwilligung bei der betroffenen Person.

Eine Einwilligung ist auch in den meisten Fällen notwendig, um mit der betroffenen Person telefonisch oder via E-Mail Kontakt aufzunehmen. Dies ist nicht direkt ein Datenschutzthema sondern wird in Österreich durch das Telekommunikationsgesetz bzw. in Deutschland durch das Telemediengesetz geregelt. Mit der kommenden ePrivacy Verordnung der EU wird auch dieser Bereich europaweit geregelt. Die bisher existierenden Entwürfe enthalten ebenfalls die Forderung zur Einwilligung durch die betroffene Person.

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personenbezogene-Daten-fwi

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) legt verbindliche Regeln für alle Unternehmen fest, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Verletzungen der Vorgaben haben hohe Strafen zur Folge, die bis 4% des globalen Umsatzes eines Unternehmens, bzw. bis zu 20 Mio. Euro reichen können (je nachdem welcher Betrag höher (!) ist).

Klare Regeln zur Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

Es gibt hier von Seiten des DSGVO in Artikel 6 eine klare Auflistung der Kriterien für die Rechtmäßigkeit einer Verarbeitung. Mindestens einer der folgenden Punkte muss erfüllt sein:

  • die betroffene Person hat die Einwilligung erteilt
  • die Verarbeitung ist zur Erfüllung eines Auftrags notwendig (inkl. vorvertraglicher Maßnahmen, z. B. Broschüre zusenden oder Angebotserstellung)
  • das Unternehmen ist rechtlich verpflichtet die Daten zu verarbeiten (z. B. Buchhaltung)
  • lebenswichtige Interessen der betroffenen Person werden berührt (das ist eher im Gesundheitswesen bzw. der Notfallmedizin anzutreffen als bei „normalen“ Unternehmen)
  • die Verarbeitung liegt im öffentlichen Interesse
  • das Unternehmen (der „Verantwortliche“) hat ein berechtigtes Interesse an den Daten, das die Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person übersteigen

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Microsoft hat es spannend gemacht. Schlussendlich freut es uns aber verkünden zu können, dass Dynamics 365 for Operations (a.k.a. AX7) nun in allen erdenklichen Installationsvarianten angeboten wird: Cloud, Hybrid und On-Premise.

Cloud first, aber nicht ausschließlich Cloud

Microsofts Strategie „Cloud first“ folgend ist die in der Azure Cloud betriebene Version von Dynamics 365 for Operations nach wie vor die von Microsoft präferierte und empfohlene Produktvariante, um bestmöglich von der Flexibilität, der Skalierbarkeit und den laufenden Cloud Innovationen profitieren zu können. Dennoch hört Microsoft auf seine Kunden, Partner und den Markt und rundet mit lokalen Installationsvarianten das Portfolio ihres ERP-Angebots ab.

Für all jene Kunden die ihre kritischen Geschäftsprozesse durch instabile Internetleitungen oder geringe Bandbreiten nicht in der Cloud betreiben können hat Microsoft bereits im Herbst 2016 die hybride Variante von Dynamics 365 for Operations angekündigt. Eine detaillierte Beschreibung finden sie im Blog Post von General Manager Sri Srinivasan.  

Der Kern dieser Lösung liegt, wie bei der Cloud-Variante, in Microsofts Azure Rechenzentren, wird aber durch lokale Installationen von Datenbank und Applikationsserver erweitert. Dadurch profitiert man bei dieser Lösung von den Cloud-basierten Innovationen eines „System of Intelligence“, kann aber seine Geschäftsprozesse unabhängig von der Internetanbindung hochverfügbar lokal betreiben. Auch eine Verteilung von mehreren lokalen Instanzen mit einer gemeinsamen Konsolidierung in der Cloud wird dadurch ermöglicht. Weiterlesen

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projekt-Kickoff-fwi

Sie kennen das sicher. Ein neues Projekt startet. Nachdem man schon das eine oder andere über den Flurfunk erfahren hat, findet jetzt endlich der Kickoff statt. Alle sind motiviert und enthusiastisch und dann…

Dann gehen alle wieder ihrem Tagesgeschäft nach. Der erste Arbeitstermin findet einige Wochen nach dem Kickoff statt, keiner fühlt sich so richtig verantwortlich und die Beteiligten haben nur noch eine leise Ahnung, worum es eigentlich geht.

Der zarte Setzling, der sich angeschickt hat ein stattlicher Baum zu werden, verdurstet, weil ihn keiner hegt und pflegt oder keiner weiß, dass es eigentlich um diesen Setzling geht.

Kickoffs sind nur unnötige Zeitfresser

Oft wird die Notwendigkeit des Kickoffs nicht realisiert und als unnötiger Overhead wahrgenommen. Unsere Erfahrung zeigt hier ein anderes Bild. Der Kickoff ist eines, wenn nicht sogar das wichtigste Ereignis im Leben eines Projekts. Es ist die einmalige Chance alles richtig oder falsch zu machen. Denn es ist der Startpunkt einer Phase im Projektlebenszyklus – der Projektstartphase. Das Problem des Kickoffs und der Projektstartphase ist, wenn sie richtig und gut gemacht werden, wird man nie die Kosten sehen, die man sich erspart hat. Weiterlesen

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datenschutzgrundverordnung-fwi

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird von vielen Juristen und Datenschutzexperten als eines der wichtigsten EU-Gesetze der letzten 10 Jahre bezeichnet. Ihr Einfluss auf die Art wie Unternehmen in Zukunft mit personenbezogenen Daten arbeiten, kann erst langsam abgeschätzt werden.

Klar ist, dass die Vorgaben der DSGVO auch erheblichen Einfluss auf die organisatorischen Prozesse eines Unternehmens haben. Und auch auf die Art und Weise wie, woher und zu welchem Zweck personenbezogene Daten erfasst und verarbeitet werden.

Zuallererst eine Begriffsbestimmung: Was sind eigentlich personenbezogene Daten?

In der DSGVO (Artikel 4) sind personenbezogene Daten als „alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare [lebende] natürliche Person beziehen“ definiert. Somit ist praktisch jede Kundendatenbank, jeder Online-Shop, jedes Newsletter-System, etc., welche Daten von Bürgern der Europäischen Union verwalten, von der DSGVO betroffen. Dies unabhängig davon, wo die Verarbeitung stattfindet oder in welchem Land das verarbeitende Unternehmen seinen Sitz hat.

In vielen Kundendatenbanken ist die Datenqualität ein dauerndes und schwieriges Thema. Daten werden von verschiedenen Personen erfasst, teilweise von den Kunden in Web-Shops selbst eingegeben und dann automatisch in das System importiert. Eingaberichtlinien sind nicht vorhanden oder werden nicht eingehalten, Schreibweisen von Adressen variieren, Dubletten werden angelegt, alte Datensätze werden nicht entfernt, etc.

Die „richtige“ Datenbank

Die Grundsätze für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die in Artikel 5 der DSGVO definiert sind und deren Missachtung mit Strafen bis 4% des Jahresumsatzes eines Unternehmens geahndet werden, verlangen u.a., dass für personenbezogene Daten die „Richtigkeit“ erfüllt ist. Eine „richtige“ Datenbank Weiterlesen

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projektziele_fwi

Alle reden davon wie wichtig es ist, Projektziele zu definieren. Und doch haben die meisten Projekte keine Ziele. Oder noch schlimmer, keine messbaren Ziele. Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Meine Projekte haben immer Ziele!“ Haben Sie das? Oder sind es vielleicht nur Wünsche?

Warum Projektziele wichtig sind

Der Titel des Beitrags bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Wie soll ich wissen, wie ich hinkomme, wenn ich nicht weiß wohin ich will? Projektziele sagen einem genau das – nämlich wo die Reise hingehen soll. Wie wir dorthin kommen, ist dann Sache des Projektteams.

Projektziele geben jeder Aktivität im Projekt einen Rahmen. Zum Beispiel findet das Erheben von Requirements immer vor dem Hintergrund der Projektziele statt. Jede Person im Projektteam muss sich zu jeder Zeit fragen, ob deren Arbeit das Projekt näher an dessen Ziele bringt oder nicht. Damit wird sichergestellt, dass alle in die gleiche Richtung gehen. Ohne Projektziele wird jeder seine eigene Interpretation einer Zielerreichung haben und unterschiedliche Richtungen einschlagen oder eigene Interessen verfolgen.

Aber es gibt noch andere wichtige Aufgaben von Projektzielen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wann ein Projekt in einer Krise ist? Was definiert eine Krise? Der Ausfall einer Ressource? Eine hohe Anzahl an Bugs? Nein – das Projekt steckt in einer Krise, wenn eines oder mehrere Projektziele nicht erreicht werden können. Denn dann steht der gesamte Sinn des Projekts in Frage. Weiterlesen

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FWI_dsgvo

Am 27. April 2016 wurde vom Europäischen Parlament in Straßburg relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Gesetz verabschiedet, das massiven Einfluss auf Unternehmen haben und die Rechte von Konsumenten stärken wird: die EU Datenschutzgrundverordnung (Verordnung 679/2016), abgekürzt DSGVO (oder GDPR in englischen Publikationen für „General Data Protection Regulation“).

Der Verabschiedung dieses Gesetzes ging ein langer Diskussionsprozess voraus. Der Trilog aus Experten und Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des Europäischen Rates hatte die Aufgabe die Anforderungen, Wünsche und Bedenken der EU-Mitgliedsstaaten, der Industrie und  diverser Bürgerrechtsorganisationen mit den EU-Rechtsgrundlagen, der technischen Entwicklung und den jüngsten Enthüllungen über missbräuchliche Datenverwendung (Stichwort Edward Snowden) in Einklang zu bringen.

Das Ergebnis ist ein fast 90 Seiten langes Rechtsdokument aus mehr als 170 erklärenden Erwägungsgründen und 99 Gesetzesartikeln, das hier in allen Amtssprachen der EU eingesehen werden kann.

Die im Gesetz definierten sehr hohen Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des globalen Jahresumsatzes eines Unternehmens (es zählt der jeweils höhere Wert!) zeigen den Stellenwert, der dem Thema Datenschutz gegeben wird. Weiterlesen

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