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Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) legt verbindliche Regeln für alle Unternehmen fest, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Verletzungen der Vorgaben haben hohe Strafen zur Folge, die bis 4% des globalen Umsatzes eines Unternehmens, bzw. bis zu 20 Mio. Euro reichen können (je nachdem welcher Betrag höher (!) ist).

Klare Regeln zur Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

Es gibt hier von Seiten des DSGVO in Artikel 6 eine klare Auflistung der Kriterien für die Rechtmäßigkeit einer Verarbeitung. Mindestens einer der folgenden Punkte muss erfüllt sein:

  • die betroffene Person hat die Einwilligung erteilt
  • die Verarbeitung ist zur Erfüllung eines Auftrags notwendig (inkl. vorvertraglicher Maßnahmen, z. B. Broschüre zusenden oder Angebotserstellung)
  • das Unternehmen ist rechtlich verpflichtet die Daten zu verarbeiten (z. B. Buchhaltung)
  • lebenswichtige Interessen der betroffenen Person werden berührt (das ist eher im Gesundheitswesen bzw. der Notfallmedizin anzutreffen als bei „normalen“ Unternehmen)
  • die Verarbeitung liegt im öffentlichen Interesse
  • das Unternehmen (der „Verantwortliche“) hat ein berechtigtes Interesse an den Daten, das die Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person übersteigen

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Sie kennen das sicher. Ein neues Projekt startet. Nachdem man schon das eine oder andere über den Flurfunk erfahren hat, findet jetzt endlich der Kickoff statt. Alle sind motiviert und enthusiastisch und dann…

Dann gehen alle wieder ihrem Tagesgeschäft nach. Der erste Arbeitstermin findet einige Wochen nach dem Kickoff statt, keiner fühlt sich so richtig verantwortlich und die Beteiligten haben nur noch eine leise Ahnung, worum es eigentlich geht.

Der zarte Setzling, der sich angeschickt hat ein stattlicher Baum zu werden, verdurstet, weil ihn keiner hegt und pflegt oder keiner weiß, dass es eigentlich um diesen Setzling geht.

Kickoffs sind nur unnötige Zeitfresser

Oft wird die Notwendigkeit des Kickoffs nicht realisiert und als unnötiger Overhead wahrgenommen. Unsere Erfahrung zeigt hier ein anderes Bild. Der Kickoff ist eines, wenn nicht sogar das wichtigste Ereignis im Leben eines Projekts. Es ist die einmalige Chance alles richtig oder falsch zu machen. Denn es ist der Startpunkt einer Phase im Projektlebenszyklus – der Projektstartphase. Das Problem des Kickoffs und der Projektstartphase ist, wenn sie richtig und gut gemacht werden, wird man nie die Kosten sehen, die man sich erspart hat. Weiterlesen

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Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird von vielen Juristen und Datenschutzexperten als eines der wichtigsten EU-Gesetze der letzten 10 Jahre bezeichnet. Ihr Einfluss auf die Art wie Unternehmen in Zukunft mit personenbezogenen Daten arbeiten, kann erst langsam abgeschätzt werden.

Klar ist, dass die Vorgaben der DSGVO auch erheblichen Einfluss auf die organisatorischen Prozesse eines Unternehmens haben. Und auch auf die Art und Weise wie, woher und zu welchem Zweck personenbezogene Daten erfasst und verarbeitet werden.

Zuallererst eine Begriffsbestimmung: Was sind eigentlich personenbezogene Daten?

In der DSGVO (Artikel 4) sind personenbezogene Daten als „alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare [lebende] natürliche Person beziehen“ definiert. Somit ist praktisch jede Kundendatenbank, jeder Online-Shop, jedes Newsletter-System, etc., welche Daten von Bürgern der Europäischen Union verwalten, von der DSGVO betroffen. Dies unabhängig davon, wo die Verarbeitung stattfindet oder in welchem Land das verarbeitende Unternehmen seinen Sitz hat.

In vielen Kundendatenbanken ist die Datenqualität ein dauerndes und schwieriges Thema. Daten werden von verschiedenen Personen erfasst, teilweise von den Kunden in Web-Shops selbst eingegeben und dann automatisch in das System importiert. Eingaberichtlinien sind nicht vorhanden oder werden nicht eingehalten, Schreibweisen von Adressen variieren, Dubletten werden angelegt, alte Datensätze werden nicht entfernt, etc.

Die „richtige“ Datenbank

Die Grundsätze für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die in Artikel 5 der DSGVO definiert sind und deren Missachtung mit Strafen bis 4% des Jahresumsatzes eines Unternehmens geahndet werden, verlangen u.a., dass für personenbezogene Daten die „Richtigkeit“ erfüllt ist. Eine „richtige“ Datenbank Weiterlesen

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Alle reden davon wie wichtig es ist, Projektziele zu definieren. Und doch haben die meisten Projekte keine Ziele. Oder noch schlimmer, keine messbaren Ziele. Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Meine Projekte haben immer Ziele!“ Haben Sie das? Oder sind es vielleicht nur Wünsche?

Warum Projektziele wichtig sind

Der Titel des Beitrags bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Wie soll ich wissen, wie ich hinkomme, wenn ich nicht weiß wohin ich will? Projektziele sagen einem genau das – nämlich wo die Reise hingehen soll. Wie wir dorthin kommen, ist dann Sache des Projektteams.

Projektziele geben jeder Aktivität im Projekt einen Rahmen. Zum Beispiel findet das Erheben von Requirements immer vor dem Hintergrund der Projektziele statt. Jede Person im Projektteam muss sich zu jeder Zeit fragen, ob deren Arbeit das Projekt näher an dessen Ziele bringt oder nicht. Damit wird sichergestellt, dass alle in die gleiche Richtung gehen. Ohne Projektziele wird jeder seine eigene Interpretation einer Zielerreichung haben und unterschiedliche Richtungen einschlagen oder eigene Interessen verfolgen.

Aber es gibt noch andere wichtige Aufgaben von Projektzielen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wann ein Projekt in einer Krise ist? Was definiert eine Krise? Der Ausfall einer Ressource? Eine hohe Anzahl an Bugs? Nein – das Projekt steckt in einer Krise, wenn eines oder mehrere Projektziele nicht erreicht werden können. Denn dann steht der gesamte Sinn des Projekts in Frage. Weiterlesen

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Am 27. April 2016 wurde vom Europäischen Parlament in Straßburg relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Gesetz verabschiedet, das massiven Einfluss auf Unternehmen haben und die Rechte von Konsumenten stärken wird: die EU Datenschutzgrundverordnung (Verordnung 679/2016), abgekürzt DSGVO (oder GDPR in englischen Publikationen für „General Data Protection Regulation“).

Der Verabschiedung dieses Gesetzes ging ein langer Diskussionsprozess voraus. Der Trilog aus Experten und Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des Europäischen Rates hatte die Aufgabe die Anforderungen, Wünsche und Bedenken der EU-Mitgliedsstaaten, der Industrie und  diverser Bürgerrechtsorganisationen mit den EU-Rechtsgrundlagen, der technischen Entwicklung und den jüngsten Enthüllungen über missbräuchliche Datenverwendung (Stichwort Edward Snowden) in Einklang zu bringen.

Das Ergebnis ist ein fast 90 Seiten langes Rechtsdokument aus mehr als 170 erklärenden Erwägungsgründen und 99 Gesetzesartikeln, das hier in allen Amtssprachen der EU eingesehen werden kann.

Die im Gesetz definierten sehr hohen Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des globalen Jahresumsatzes eines Unternehmens (es zählt der jeweils höhere Wert!) zeigen den Stellenwert, der dem Thema Datenschutz gegeben wird. Weiterlesen

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First Things First

Was wir alle wissen, aber leider auch oft vergessen: Die letzte betriebliche Wahrheit ist der Cash (freie Liquidität, Bankkontokorrent + Kassa, …). Egal wie schlecht man wirtschaftet, wenn jemand es finanziert wird man ewig leben. Was nützen selbst die besten Produkte, eifrigsten Verkäufer und höchsten Preise am Markt, wenn die offenen Forderungen nicht fließen – warum auch immer.

Die Entwicklung der Liquidität ist der zentrale Indikator, alles andere ist schmückendes Beiwerk. Daraus leiten sich dann mögliche Maxime an die operativen Bereiche (Operations) ab: Lieber weniger, aber dafür rasch kassieren, Fixkosten auslagern und flexibel bleiben. Die Überwachung dieser KPIs ist eine sinnvolle BI-Aufgabe und sollte der erste Schritt in punkto automatisierter Auswertungen sein.

Mit der Basis starten: Zuerst Financial BI…

Die Financials (Finanzzahlen) sind das Ergebnis des gesamten, betrieblichen Handelns und der Rahmen für viele Entscheidungen. Viele Projekte starten mit Sales-Auswertungen, weil diese einfach zu erstellen sind. Da ist es gut diesen Rahmen und seine Zusammenhänge zu kennen. Ein guter Vergleich ist ein Billy Regal von Ikea. Ich benötige das Regal, um meine Gegenstände dort einzuordnen, von links nach rechts, von oben nach unten, von wichtig bis unwichtig. Die berechneten Finanzzahlen (KPIs) sind dieses Regal. Weiterlesen

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Wenn man sich in der IT-Branche ein wenig umhört, kommt man nicht daran vorbei: Agilität ist in aller Munde. Es soll viel besser sein, sein Projektvorgehen agil zu gestalten, als mit einem Wasserfall. Stimmt das? Scheitern agile Projekte nicht? Die Antwort ist ein klares Jein.

Wasserfall = Sicherheit? Agil = Unsicherheit?

Wasserfallprojekte kennt jeder. Das Projekt startet, man spezifiziert die Anforderungen, es wird entwickelt, um dann am Ende zu sehen, dass das, was man geliefert bekommt, nicht unbedingt dem entspricht, dass man sich vorgestellt hat. Trotzdem werden Softwareprojekte immer wieder als Wasserfall abgewickelt. Man kann sich jetzt fragen, warum das so ist. Wasserfallprojekte geben eine Sicherheit, die aber höchstens eine gefühlte Sicherheit ist. Man unterliegt der Illusion, dass man von Beginn an weiß, was man bekommt und wieviel man dafür bezahlt.

Agile Projekte vermitteln dem Unerfahrenen hingegen Unsicherheit. Man glaubt nicht zu wissen, was man am Ende hat. Man weiß auch nicht so recht, was es kosten wird. Die Realität zeigt uns aber, dass man das beim Wasserfall eigentlich auch nicht weiß. Der Scope verändert sich in jedem Wasserfallprojekt – Reizwort Change Request. Bei agilen Projekten werden nicht zu Beginn gleich alle Anforderungen definiert, sondern im Laufe des Projekts sukzessive ergänzt. Das bedeutet aber auch nicht, dass agile Projekte ziellos sind. Das Gegenteil ist der Fall: Agile Projekte folgen zu jeder Zeit immer der zu Projektstart definierten Produktvision. Man weiß also in welche Richtung man will und wo man am Ende stehen möchte. Weiterlesen

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Wir handeln nach den Informationen, die wir haben. Sachverhalte, die uns berichtet werden, sind die Zutaten unseres Handelns. Wenn wir Mehl, Milch, Zucker, Eier und Schokolade bekommen, werden wir Sachertorten als Ergebnis liefern. Auch wenn höher gelegene Stellen toben, es werden keine Schnitzel werden, auch mit umfassenden Schulungen nicht.

Wer Umsatz liest wird Umsatz liefern, nicht den Deckungsbeitrag optimieren. Wer Deckungsbeitrag liest wird diesen liefern, nicht das EGT optimieren. Was dem Unternehmen wichtig ist wird berichtet, gemessen und bestaunt, der Rest verwirrt nur alle Beteiligten.

Heute werden Key Performance Indikatoren (KPI) oft mit Branchenkennzahlen verwechselt. Wenn der Vertrieb den Umsatz reporten muss, wird dieser optimiert werden. Wenn die Rede von Cash-Flow und Deckungsbeitrag ist, werden diese automatisch verbessert, weil sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.

KPI kann nur optimiert werden, wenn er im Einfluss des zu Steuernden liegt

Dieser Punkt schließt nahtlos an oben Gesagtes an. Eine vorgegebene Steuerungsgröße ist nur dann eine solche, wenn Sie im Einfluss des zu Steuernden liegt. Was nützt die schönste EGT-Vorgabe, wenn Umlagen unbeeinflussbar schwankend auf diese einwirken. Die Ergebnisse müssen für den Handelnden beeinflussbar sein. Der CNC-Fräser steht für die Ausschussquote gerade, der Disponent für die Termintreue, usw. Die Kumulation dieser Verantwortungen über die Werttreiber nach oben liefert die (hoffentlich gewünschten) KPI. Der CEO erklärt am Ende Cash und Ergebnis in der Hauptversammlung. Weiterlesen

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Die Umsetzung von Business Intelligence Lösungen bei SAP-Anwenderunternehmen beschäftigt mich seit mittlerweile über 10 Jahren. Gerade im letzten Jahr ist ein massives Interesse bei diesen Unternehmen für umfassende Microsoft BI-Lösungen aufgekommen.

Ein Blick über den SAP-Tellerrand hinaus

Ein über den SAP-Tellerrand hinausblicken in diesem Anwenderkreis habe ich in der Vergangenheit einige Male beobachtet. Die erste mir bekannte Welle war mit MIS ALEA (heute Infor PM10), welche die erste wirklich „einfache“ BI-Lösung auf den breiten Markt brachten. Einige Jahre später folgten eher auf Frontendseite Qliktec und neuerdings Tableau, die es verstanden gerade Fachabteilungen zu begeistern. Irgendwann zwischen MIS ALEA und Qliktec etablierte Microsoft den MS SQL Server (Analysis Server) als verbreitete schlanke Datenbankapplikation im Backend. Weiterlesen

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Informationen sind das Öl unserer Zeit. Gerade für Unternehmen sind Informationen heute das wichtigste Element, um im Wettbewerb den sprichwörtlichen Schritt vor der Konkurrenz zu sein. Doch: Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Informationsgewinnung für Fachanwender, gelinde gesagt, aufwendig. Reports und Analysen mussten bei der IT-Abteilung in Auftrag gegeben werden, bis zum Endergebnis dauerte es mitunter mehrere Tage. Diese Zeiten sind aber, Dank Self Service Business Intelligence, mittlerweile Vergangenheit.

Mit Self Service BI (SSBI) wird ein Ansatz zur Datenanalyse bezeichnet, bei dem Anwender, aus den Fachabteilungen, eigenständig und weitgehend unabhängig von der IT-Abteilung, auf wichtige Unternehmensinformationen zugreifen und diese analysieren können. Diese Herangehensweise spart vor allem bei regelmäßig wiederkehrenden Entscheidungen viel Zeit. Wichtig ist dabei, dass bereits im Vorfeld mit dem Bereitstellen des Data Warehouse, des Business-Intelligence-Systems, der Reporting-Tools, sowie beispielhafter Self-Service-Abfragen, eine entsprechende Basis geschaffen wurde, damit Anwender aus den Fachabteilungen die benötigten Auswertungen „kreieren“ können.

Diese Fachanwender – etwa aus Finanzabteilungen, Vertrieb oder Marketing – müssen heute zunehmend mehr Informationen in immer kürzerer Zeit verarbeiten und analysieren. In der Vergangenheit war es so, dass die Daten-Analysten mit ihren Anforderungen an die IT-Abteilung herangetreten sind. Die IT-Kollegen haben dann den Fachabteilungen das benötigte Datenmaterial bereitgestellt. Mit dem Self Service BI-Ansatz hat sich dies deutlich verändert. Weiterlesen

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