Financial BI: Das Billy Regal unter den BI-Auswertungen

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First Things First

Was wir alle wissen, aber leider auch oft vergessen: Die letzte betriebliche Wahrheit ist der Cash (freie Liquidität, Bankkontokorrent + Kassa, …). Egal wie schlecht man wirtschaftet, wenn jemand es finanziert wird man ewig leben. Was nützen selbst die besten Produkte, eifrigsten Verkäufer und höchsten Preise am Markt, wenn die offenen Forderungen nicht fließen – warum auch immer.

Die Entwicklung der Liquidität ist der zentrale Indikator, alles andere ist schmückendes Beiwerk. Daraus leiten sich dann mögliche Maxime an die operativen Bereiche (Operations) ab: Lieber weniger, aber dafür rasch kassieren, Fixkosten auslagern und flexibel bleiben. Die Überwachung dieser KPIs ist eine sinnvolle BI-Aufgabe und sollte der erste Schritt in punkto automatisierter Auswertungen sein.

Mit der Basis starten: Zuerst Financial BI…

Die Financials (Finanzzahlen) sind das Ergebnis des gesamten, betrieblichen Handelns und der Rahmen für viele Entscheidungen. Viele Projekte starten mit Sales-Auswertungen, weil diese einfach zu erstellen sind. Da ist es gut diesen Rahmen und seine Zusammenhänge zu kennen. Ein guter Vergleich ist ein Billy Regal von Ikea. Ich benötige das Regal, um meine Gegenstände dort einzuordnen, von links nach rechts, von oben nach unten, von wichtig bis unwichtig. Die berechneten Finanzzahlen (KPIs) sind dieses Regal.

Die Gegenstände die ich einordne, sind die Zahlen, Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Operations (Zahlen aus Vertrieb, Einkauf, Produktion, Distribution, …). Sehr banal gesagt, liefern die Finanzzahlen die wesentlichen KPIs. Die Operations sind die Werttreiber, die diese KPIs erzeugen und treiben.

Warum habe ich das Billy Regal als Bild genommen? Dieses Regal ist ein simpler und kostengünstiger Standard. Genauso simpel und kostengünstig komme ich zu meinen Financials. Die Quellen sind immer vorhanden, das gewünschte Ergebnis ist bekannt und einfach zu erklären. Das geht schnell und kostengünstig.

Was ich dann allerdings an Operationszahlen in das Regal hineinstelle, kann von alten Schuhen, bis zur Louis Vuitton Handtasche gehen, andauern und damit Investment und Diskussionen verursachen. Das bedeutet: Die Zahlen mit denen ich die Financial BI füttere, sind ausschlaggebend und letztendlich genauso wertvoll, wie das Ergebnis am Ende. Frei nach dem Motto „garbage in – garbage out“.

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… dann Operational BI

Mit einer Standard-Auswertung in Punkto Financial KPIs, legt ein Unternehmen den ersten Schritt, um die Handlungsanforderungen für die Bereiche der Operations benennen zu können. Bei genauerer Betrachtung kann jedoch auch eine weitere, vertiefendere Ebene notwendig werden – die Operational BI. Die sinnvollen Auswertungen sind meist je Unternehmen verschieden und Standards sind seltener zu finden.

Die Zahlen aus den Operations zu erhalten ist gleichermaßen einfach und kompliziert. Jede Operations kann für die Financials wahrscheinlich schon heute Daten zur Verfügung stellen, daher ist es einfach. Komplizierter wird es dann wenn die Operations die Daten regelmäßig bzw. in Echtzeit und in immer der gleichen Qualität übergeben sollen. Diese Regelmäßigkeit und Qualität erfordern im zweiten Schritt (nach der Financial BI) meist auch die Automatisierung der Operational BI.

Wie sie mit Operational BI richtig losstarten und was Sie dafür tun sollten, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag vom 16.06.2016 (verlinken).

Die wichtigsten Operations-Auswertungen in einem Paket: Decisions for AX

Das Produkt Decisions for AX deckt die wichtigsten der Operations-Auswertungen bereits im Standard ab und liefert, für die Financial BI, standardisierte Werte. Welche Bereiche aus Operations das Produkt unterstützt, erfahren Sie hier.

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Über den Autor:

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Alfred Grünert
Alfred Grünert ist Division Manager Business Intelligence bei FWI. Seine berufliche Karriere begann an der Wirtschaftsuniversität Wien Absolvent in Revision und Rechnungswesen, wo er nach seiner Berufsanwärterzeit mehrere Jahre als Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder tätig war. Seinen Übergang zur Unternehmensberatung markierte die Gründung und der Aufbau eines eigenen Business Intelligence Unternehmens, welches er über 10 Jahre führte. Seit 2011 leitet er den Bereich Business Intelligence in der FWI. 

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