FWI-Beitrag_circular-economy

Bisher basierte unser Wirtschaftsmodell auf der Idee des linearen Wachstums. Produktion und Konsumation folgten einem einfachen Prinzip: Ressourcen wurden gewonnen, verarbeitet, genützt und zum Großteil nach der Nutzungsdauer weggeworfen. Am Ende des Produktlebenszyklus stand demnach die Beseitigung typischerweise in einer Müllverbrennungsanlage oder einer Deponie.

Dieses lineare Modell kann natürlich nur funktionieren, wenn ein unbegrenztes Angebot an Ressourcen verfügbar ist. Mit der stetig steigenden Bevölkerungsanzahl muss davon ausgegangen werden, dass der Bedarf auch zukünftig rasant zunehmen wird, während die Verfügbarkeit von erneuerbaren als auch nicht erneuerbaren Rohstoffen begrenzt ist. Dies ist durch eine einfache Tatsache begründet: Wir leben auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen – somit ist unendliches Wachstum unmöglich! Ressourcenknappheit, drohende zukünftige Rohstoffkonflikte sowie die Verankerung des Prinzips der Nachhaltigkeit haben die europäische Kommission dazu veranlasst, die europäische Wirtschaft in ein Kreislaufmodell umzuformen.

Circular Economy – die Idee einer Kreislaufwirtschaft

Die Idee einer Kreislaufwirtschaft ist schon jeher im menschlichen Wirtschaften verankert und entstammt der traditionellen Landwirtschaft, bei der sowohl die Abfälle der Produkte als auch die Produktionsrückstände direkt in die Produktion zurückgeführt wurden. Das moderne Konzept der circular economy wurde 1990 vom britischen Wirtschaftswissenschaftler David W. Pearce eingeführt. Es zielt darauf ab die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückzuführen. Ökologische und gesundheitliche Auswirkungen sollen dabei so weit als möglich vermieden sowie eine ineffiziente Ressourcennutzung und überflüssige Ressourcenabhängigkeit vermindert werden. Weiterlesen

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FWI-Blog_ERP_Arbeit-im-Umlauf

Industriebetriebe erzeugen selten Produkte in einem Arbeitsschritt. Meistens ist eine Reihe von Arbeitsgängen nötig, um ein Produkt fertig zu stellen. Diese Arbeitsgänge können in einem Arbeitsplan zusammengefasst und in einem Produktionsauftrag nacheinander abgearbeitet werden. Für jeden einzelnen Arbeitsgang können Materialien entnommen und auf den Arbeitsgang gebucht werden. Genauso können Zeiten der Arbeiter auf den Arbeitsgang gemeldet werden.

Die Kosten für dieses Material und die gemeldete Arbeitszeit werden mit jedem Arbeitsgang, dem Produktionsauftrag und somit dem Endprodukt zugerechnet. Man spricht von Arbeit im Umlauf (AiU) oder Work in Progress (WIP), wenn sich der Wert des Produktionsauftrags erhöht.

Ermittlung von Profitabilität

Es wird so lange gearbeitet, sowie Zeit und Material gemeldet, bis das Endprodukt fertig ist und alle Kosten der Produktion gebucht sind. Nun kann der Zugang des Produkts auf das Lager, mit den Kosten gemäß dem gewählten Bewertungsprinzip (gleitender Durchschnitt, Standardkosten oder tatsächliche Kosten, etc.), gebucht oder ein bereits gebuchter Wert korrigiert werden. Weiterlesen

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FWI-Blog_Agiles-Arbeiten-Missverständnisse

Agilitis greift um sich. Hier das Gegenmittel

Hier agil, da agil, überall agil. Jeder redet davon, viele wissen nicht was dahintersteckt. Vor kurzem habe ich das Wort Agilitis gelesen. Ich finde, es beschreibt sehr gut, wie Agilität wahrgenommen wird. Aber wird alles besser, wenn man agil arbeitet? Muss jedes Unternehmen agil arbeiten, um überhaupt richtig zu funktionieren? Und was zum Teufel nochmal heißt eigentlich agil zu arbeiten? Es wird Zeit hier einige Missverständnisse auszuräumen!

Die Top 10 Missverständnisse, wenn es um agiles Arbeiten geht:

#1 Agiles Projektmanagement

Der Dauerrenner. Kurz gesagt: So etwas gibt es nicht. Das Gegenteil ist der Fall, agile Methoden kennen kein Projektmanagement. Diese Rolle gibt es nicht. Außerdem gibt es ja auch kein Wasserfall Projektmanagement. Wasserfallmethoden und agile Methoden sind – wie es der Name schon sagt – Methoden, wie man ein Projekt abwickeln kann. Natürlich kann man Tools aus dem klassischen Projektmanagement in agilen Methoden anwenden, deshalb wird das Projektmanagement aber nicht agil. Weiterlesen

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FWI-Blog_Kommunikationstools-Microsoft

Mit Teams, Yammer und Office 365 Groups, sowie den klassischen Wegen via E-Mail oder Skype for Business, bietet Microsoft eine große Auswahl an Tools für die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Sie wollen ein Tool zur Kollaboration einführen, wissen aber nicht welches der Tools das richtige für Ihr Unternehmen ist? Dann sind Sie nicht alleine.

Bei der gebotenen Auswahl stellt man sich die Frage, wieso es eigentlich so Tools gibt. Kennt man die Anwendungen nicht im Detail, entsteht der Eindruck es könnten „eh alle das Gleiche“.

Die Applikationen haben jedoch unterschiedliche Anwendungsszenarien:

  • Unter Inner Loop versteht man die Kommunikation innerhalb von Teams, die an Projekten zusammenarbeiten. Die Kommunikation beschränkt sich dabei auf das Projektteam, richtet sich aber nicht an eine bestimmte Person innerhalb des Teams.
  • Als Outer Loop wird die Kommunikation innerhalb der Organisation bezeichnet, die über Projekt- und Abteilungsgrenzen hinaus erfolgt. Bezeichnend ist dabei auch, dass die Kommunikation offen erfolgt und sich nicht ausschließlich an bestimmte Personen richtet.
  • Targeted Communication ist eine gezielte, direkte Kommunikation mit einer oder mehreren Personen, innerhalb oder außerhalb des Unternehmens. Für die direkte Kommunikation eignen sich E-Mails genauso wie Skype for Business.

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Recycling-Software_FWI-ERP

Rund 87% aller Plastikabfälle der EU wurden bis Anfang 2018 nach China exportiert (Quelle: www.iswa.org)

China verhängt Einfuhrverbot für Müll

Bisher war die Geschichte mit dem Plastikmüll ganz einfach: Gemischte Plastikfraktionen wurden grob sortiert und anschließend gepresst oder zu Granulat verarbeitet. Danach wurden diese nach China verschifft, dort in Sekundärrohstoffe umgewandelt und fanden schließlich wieder den Weg zurück zum Ursprung. Ein kleiner Plastikkreislauf sozusagen, der nun sein Ende findet. Ab dem 01.01.2018 gilt in China ein Einfuhrverbot von 24 verschiedenen Abfallsorten, darunter Plastikmüll, Papier sowie Elektroschrott.

Fehlende Entsorgungsanlagen und Kapazitätsgrenzen

Dass der Plastikmüll stetig hohe Wachstumsraten verzeichnet ist weit bekannt. Im Durchschnitt verursacht jeder EU-Bürger 31 kg Plastikmüll (Quelle: https://de.statista.com). Dies liegt vor allem daran, dass der Anteil an Kunststoffverpackungen kontinuierlich zunimmt sowie die derzeitige Wirtschaftslage dafür sorgt, dass mehr konsumiert wird.

Knapp die Hälfte dieses Plastikmülls wird recycelt, der Rest verbrannt oder exportiert. Vielerorts fehlt es an Entsorgungsanlagen und die vorhandenen Recyclingunternehmen stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen. Bleibt nur ein Ausweg: der Export – zum Großteil nach China. So stieg der Müllexport der EU von 21,6 Mio. Tonnen im Jahr 2004 auf 34,8 Mio. Tonnen im Jahr 2016 an (Quelle: SZ-Grafik, Statistisches Bundesamt, Eurostat). Weiterlesen

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FWI-Blog_Chatbots

Wir schreiben das Jahr 2008. In diesem Jahr kam der erste Film des Marvel Cinematic Universe, Iron Man, in die Kinos und stellte somit den Start einer Erfolgsgeschichte auf Kino-Leinwänden, rund um den Globus, dar. Mancher von ihnen wird jetzt denken: „Halt, Stopp, was hat das jetzt mit (Chat)bots zu tun?“. In diesem Film hatte nicht nur der Superheld Iron Man sein Debüt auf der Leinwand, sondern auch J.A.R.V.I.S. Eine Künstliche Intelligenz (KI) und persönlicher Assistent, welcher Tony Stark (Iron Man) bei so vielen Themen unterstützt und die notwendigen Informationen liefert. Nach diesem Film damals, war es sicher nicht nur mein Gedanke: „Ich will sowas auch haben!“. Aber leider war das alles zu diesem Zeitpunkt nur Science-Fiction. Aber wie sieht das heute, 10 Jahre später, aus?

Was sind Chatbots?

Besonders in den letzten zwei Jahren erleben Chatbots ein Hoch. Durch Namen wie Alexa, Siri, Cortana und dem Google Assistant sind sprachgesteuerte Applikationen massentauglich geworden. Auch wenn die gerade genannten Applikationen direkt über das gesprochene Wort bedient werden, stellen auch diese einen Chatbot dar. Nur der Weg des Inputs ändert sich hier. Aber was sind eigentlich Chatbots? Ein Chatbot ist eine Applikation ohne traditionelles User Interface. Anstelle sich durch verschiedene Formulare innerhalb einer Applikation zu klicken, die geforderten Informationen zu suchen oder gewünschte Aktionen durchzuführen, werden bei Chatbots neue Wege beschritten. Mit der Applikation wird über Text- oder Spracheingabe eine Konversation geführt und der Bot liefert die angeforderte Information oder führt die vom User getriggerte Aktion durch. Es entsteht also ein neues Paradigma in Bezug auf die User-/Kundeninteraktion. Weiterlesen

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FWI-Blog_Projektabschluss

Alle sind glücklich und stolz! Es ist geschafft, die Software ist in Betrieb. Das Projektteam und der Kunde haben den Go-Live überstanden. Langsam läuft alles wieder in geordneten Bahnen. Durchatmen ist angesagt. Wenn da nicht noch etwa 1000 Dinge zu erledigen wären.

Ein Projekt abzuschließen ist oft schwieriger als es zu starten. Wie sieht die typische Situation bei Projektende aus? Die Software ist live, aber es gibt noch eine Menge kleiner Punkte, die vor dem Go-Live verschoben wurden, weil sie nicht wichtig waren und dann waren da noch die paar kleinen Fehler – minor bugs, die man ja nach dem Go-Live beheben wollte. Die Software komplettieren ist recht schnell erledigt. Aber die Bugs beheben kann in einer Endlosschleife enden.

Hilfe! Der Auftragnehmer will das Projekt abschließen!

Mit dem Projektabschluss geht in der Regel auch die Projektabnahme einher. Und da liegt der Hund oftmals begraben. Es gibt eine lange Liste an Bugs, die behoben werden sollen. Diese wird mit dem Kunden akkordiert und es wird vereinbart, wann die Bugs – entsprechend ihrer Dringlichkeit – behoben werden. Meistens passiert dann Folgendes: Bugs werden behoben und der Kunde kontrolliert dies im System. Dabei findet er neue Bugs, die er auch behoben haben möchte. Anstatt dass die Liste der Bugs kürzer wird, ist sie wieder länger geworden. Ich kann Ihnen versichern, dieser Zustand ist für beide Seiten nicht sehr zufriedenstellend. Weiterlesen

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Microsoft-365-Business_FWI

Im Zuge der Inspire im Juli hat Microsoft die neueste Lösung, Microsoft 365 Business, angekündigt. In Microsoft 365 Business werden folgende Dienst vereint:

  • Windows 10
  • Office 365 Business Premium
  • und Enterprise Mobile + Security

Mit maximal 300 Benutzern richtet sich Microsoft 365 Business an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Microsoft 365 Business bietet eine komplette Lösung zur Ausrollung von Windows 10 und der neuesten Office Umgebung mittels einer zentralen Verwaltungsumgebung. Mit dazu gehört Office 365 Business Premiums, wodurch Sie Zugang zu den Produktivitäts-Lösung von Microsoft erhalten.

Was bietet Ihnen Microsoft 365 Business?

Microsoft 365 Business Weiterlesen

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SharePoint-Framework

Die European Sharepoint Conference (ESPC) fand heuer von 13. – 16. November in Dublin statt. Nach einer überraschenden Eröffnungsshow mit den Celitic Dancers, ging es los mit der ersten Keynote Präsentation, die wegweisend war für eines der Hauptthemen der Konferenz: Der Umstieg vom klassischen zum modernen Sharepoint.

Für mich als Frontend-Entwicklerin lag der Fokus daher ganz auf Sharepoint Framework (SPFx), einem Seiten- und Webpart-Model, welches die Client-seitige Entwicklung ermöglicht. Mit der neuen Art Sharepoint-Webparts und Co zu entwickeln, folgt auch eine neue Entwicklungsumgebung.

Sharepoint Framework Development Landscape

Um Sharepoint Framework optimal nutzen zu können, gibt es einige Tools. Dabei kommt es, wie bei jedem anderen Programm auch, auf Präferenzen an. Dennoch gibt es einige Programme, die bevorzugt verwendet werden, einfach zu bedienen sind und gute Dokumentationen beinhalten. Die meistgenutzten Tools sind unter anderem node.js, npm, gulp, yeoman und typescript.

Um einen Vergleich zu der „klassichen“ Art der Sharepoint-Entwicklung aufzuzeigen, ist diese Grafik besonders hilfreich: Weiterlesen

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ERP_Internet-of-Things_FWI

Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) oder auch Industrie 4.0 – die IT in Unternehmen ist heute stark von Themen der digitalen Transformation geprägt. Klassische Bereiche wie beispielsweise ERP oder CRM geraten dadurch zunehmend ins Hintertreffen, wie es scheint. Doch weit gefehlt, gerade um die neue Richtung effizient zu beschreiten, bedarf es der „unternehmerischen Nervenbahnen“ heute mehr denn je.

ERP – also Enterprise Resource Planning – ist in der Welt der IT eigentlich ein Dinosaurier. Die ersten Schritte in Richtung ERP wurden bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesetzt, als erste Systeme in Form einfacher Inventurhilfen auf den Markt kamen. Was danach folgte war ein Erfolgslauf und zeitgleich ein „Hineinwachsen“ in die Unternehmen, wo sie mittlerweile als die „Nervenbahnen der Wirtschaft“ gelten.

Die Bedeutung von ERP ist somit angewachsen, gleichzeitig sind die Systeme an sich aber auch immer stärker in den Hintergrund getreten. So sind ERP-Systeme heute zwar die „stillen Helden der IT-Landschaft“, wie das Fachmagazin Chefinfo in der Ausgabe 9/2017 titelt. Doch in den Vordergrund treten die Systeme heute zumeist nur in dem Fall, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es soll.

Wenig Wunder. Heute wird kaum ein Schritt in der Prozesskette nicht durch ein ERP-System unterstützt. Durch die technische Evolution seit den 1970ern stiegen sowohl die Produktivität als auch die Transparenz in einem Maß an, welches in den Anfangsjahren noch als schlicht unerreichbar gegolten hätte. Weiterlesen

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